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Ablauf einer Malsequenz

     Das Ausdrucksmalen gliedert sich in drei Teile:

  • die Einstimmung
  • das Malen
  • das Schlussgespräch

              

     

Die Einstimmung

Um ein Ankommen von der Aussenwelt in die eigene Innenwelt zu ermöglichen, braucht es eine kurze Einstimmung. Mit sanften Körper-, Atem- und Stimmübungen bereiten wir den Körper auf das Tun vor, lenken die Konzentration auf das eigene Befinden und wecken all unsere Sinne.
Die Übungen wirken als Vorbereitung auf der körperlichen wie auch auf der seelisch-geistigen Ebene. Ein besseres Eintauchen in den Bildprozess wird so erleichtert.

 

Das Malen

Die meiste Zeit der Malsequenz widmen wir natürlich dem Malen. Im geschützten Raum des Ateliers ist alles möglich und nichts wird nach aussen getragen. Es wird weder gewertet noch interpretiert.

Gemalt wird vorwiegend stehend an der Wand. Die Malenden bewegen sich von der Palette in der Raummitte zu ihrem Platz an der Malwand; Körper und Geist sind in Bewegung. Mit einem spielerischen Ausprobieren der Farben, Bewegungen und Formen entsteht allmächlich ein Bild. Jeder Mensch kann sich so malend ausdrücken, auch wenn er anfänglich nicht daran glaubt. Nach und nach werden die Bilder immer reicher und kostbarer. Wichtig ist dabei nicht das Endbild, sondern das Entstehen des Bildes, das Suchen am Anfang, das Werden und Wandeln des Bildes und das Erleben.

 

Das Schlussgespräch

Genau so wie wir uns mit der Einstimmung von der Aussenwelt zur Innenwelt begeben haben, soll am Ende der Malsequenz wieder ein Aussteigen aus dem Bild möglich sein. Distanz zum Bild erreichen wir durch den Austausch des Erlebten am Ende der Sequenz (soweit es für jeden Einzelnen möglich ist). Das eigene Bild kann nochmals mit etwas Distanz betrachtet werden und nachwirken. Die Malgruppe wird wieder wahrgenommen. Ein Zurückkehren in die Aussenwelt wird sanft vorbereitet.